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Statistik zum Thema Biogas

Die hier aufgeführten Daten sind als einführender Überblick über die Biogasproduktion in Deutschland gedacht.

 

Da seit 2008 die Stilllegungsverpflichtung für Ackerflächen von der Europäischen Union ausgesetzt worden ist, hat sich die Datengrundlage zur Erfassung von Maisflächen zur Biogasgewinnung verändert. Das DMK hat deshalb im April 2009 bei dem Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group eine repräsentative Umfrage unter Mais anbauenden Landwirten in Auftrag gegeben um die Verwertungsrichtungen für Mais weiterhin erfassen zu können. Die Ergebnisse können für die Jahre 2008 und 2009 (vorläufig) in der folgenden Datei abgerufen werden.

 

Entwicklung der Anlagenzahl in Deutschland

Wie die untenstehende Grafik verdeutlicht, hat sich die Anzahl der Biogasanlagen in Deutschland zwischen 1995 und 2008 mehr als verzehnfacht.

 

Die durchschnittliche Anlagengröße hat sich seit dem Jahr 2000 von 75 kW auf rund 350 kW installierter elektrischer Leistung erhöht. Im gleichen Zeitraum hat sich die installierte elektrische Gesamtleistung auf 1300 MW mehr als versechzehnfacht.

 

Die Grafik zeigt ebenfalls, dass die enormen Zuwachsraten vor allem auf die Zuwächse zwischen 2004 und 2006 zurückzuführen sind und somit den positiven Effekt des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) aus dem Jahre 2004 auf den Biogassektor aufzeigt. Im Jahr 2007 war bereits eine deutliche Abkühlung des Marktes zu erkennen, welcher weiter gewachsen ist, aber nicht mehr in dem Maße der vorangegangenen Jahre.

 

2008 gab es nur einen geringen Zuwachs an Anlagen, da viele Interessenten auf die EEG-Novelle warteten, welche am 1. Januar 2009 in Kraft getreten ist. Die Branche verspricht sich hiervon neue Impulse für ein weiteres Wachstum des Marktes. Im Frühjahr 2009 besitzen entsprechend der Umfrageergebnisse (Kleffmann Group) bereits 7 Prozent der Mais anbauenden Landwirte eine Biogasanlage, weitere 5 Prozent planen den Bau einer Anlage, zum überwiegenden Teil in diesem oder dem nächsten Jahr. 76 Prozent der befragten Biogasanlagenbesitzer nutzen den Güllebonus.

 

Quelle: Fachverband Biogas, DMK

 

 

Quelle: DMK

 

Quelle: Fachverband Biogas

 

Einsatzhäufigkeit von Ko-Substraten in Biogasanlagen

Dominierende Kulturart unter den in Biogasanlagen eingesetzten Pflanzen ist der Mais, dessen Ertragspotential auf günstigen Standorten von keiner anderen Pflanze erreicht wird. In 90 Prozent der Biogasanlagen wird Mais eingesetzt (s. Grafik). Andere Kulturen finden aber auch Zuspruch, da im Hinblick auf eine nachhaltige Landwirtschaft eine Fruchtfolge gewährleistet sein soll und die geltenden Cross-Compliance-Anforderungen dieses verlangen. Auf Grenzstandorten, also Höhenlagen und Trockengebieten verliert der Mais von seiner Vorzüglichkeit und Getreide-Ganzpflanzensilage kann wirtschaftlich sogar Vorteile gegenüber dem Mais bringen.

Es muss daher betriebsindividuell berechnet werden, mit welchen Kulturarten die niedrigsten Stromgestehungskosten anfallen und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlage optimiert werden kann. In Grünlandregionen gewinnt Grassilage aufgrund der niedrigen Pachtpreise und daraus resultierender niedriger Kosten ebenfalls an Konkurrenzkraft.

 


 

Quelle: Weiland 2006

 

Mehr Infos zum Thema Biogas unter der Rubrik Verwertung im Bereich Biogas.

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