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Nahrungsmittel Mais

Mais spielte für die Entwicklung der indianischen Hochkulturen eine ähnlich wichtige Rolle wie Gerste und Weizen für die Entstehung unserer Zivilisation. Überreste von Maiskolben, die bei Ausgrabungen in Mexiko gefunden wurden, reichen bis 5000 Jahre vor Christi Geburt zurück.

 

Als Kolumbus vor 500 Jahren Amerika entdeckte, fand er schon überall Felder mit einer Art Getreide "Mahiz" genannt. Die Spanier brachten den Mais nach Europa, wo er sich schnell, vor allem auf dem Balkan und in der Türkei, verbreitete. Heutzutage zählt Mais zu den weltweit bedeutendsten Kulturpflanzen.

 

Maismehl und Maisgrieß werden aus Körnermais gewonnen, der in Deutschland auf rund 450.000 Hektar angebaut wird. Von dieser Fläche ernten die Landwirte etwa 4 Millionen Tonnen Mais.

 

Hergestellt werden Maismehl - auch "Kuruz" genannt, und Maisgrieß, der oft auch unter der Bezeichnung "Polenta" angeboten wird, durch Mahlen des ganzen Maiskornes. Beide sind kräftig-nussig im Geschmack und lassen sich ausgezeichnet zu Aufläufen, Brei, Klößen und vor allem zu Tortillas verarbeiten.

 

Zum Backen eignen sich die Maisprodukte übrigens nicht ohne weiteres. Da ihnen das Klebereiweiß fehlt, muß man das Mehl zum Beispiel mit Weizenmehl mischen. Dieser Klebermangel bietet dabei den Vorteil, daß Mais besonders gut verdaulich ist.

 

Für Menschen, die an Zöliakie/Sprue, einer Getreideeiweißunverträglichkeit, leiden, ist Körnermais als glutenfreies Getreide sehr gut als Nahrungsmittel geeignet und bietet den Betroffenen durch seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten eine abwechslungsreiche Speisenfolge.

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