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Saatmaisvermehrung

Die hohen Anforderungen an Qualität und Ausreife lassen die Saatmaisvermehrung in Deutschland nur in den klimatisch begünstigten Anbaugebieten am Oberrhein zu. Im Raum Freiburg-Krozingen werden auf einer Vermehrungsfläche von rund 3.000 ha etwa 8.000 - 10.000 t Saatgut erzeugt. Diese Menge entspricht bei einem Verbrauch von ca. 55.000 t Maissaatgut (geschätzt) etwa 15 % des jährlichen Bedarfs. Der überwiegende Teil der Versorgung wird über Saatgutimporte aus Frankreich, Ungarn, Österreich und den Vereinigten Staaten sichergestellt.

 

Die Weiterentwicklung der Sätechnik hat es ermöglicht, Maissaatgut in der Regel nur mehr in zwei Sortierungen nach Kornform und Größe zu den Kalibern S (schmal) und B (breit) anzubieten. Die Grenzmaße für die Kornbreite betragen für S 7-9 mm Durchmesser, für B 9-12 mm Durchmesser. Die Korndicken sind für beide Stufen begrenzt auf 4-7 mm. Diese Kalibrierungen gewährleisten eine sehr gute Einzelkornablage bei der Saat.

 

Maissaatgut wird in der Regel in Einheiten zu 50.000 Körnern an den Landwirt abgegeben. Jede Verpackungseinheit muss vorschriftsmäßig verschlossen sein und ein Etikett mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu Herkunft (Anerkennungsstelle), Name der Hybride, Saatgutkategorie (zertifiziertes Saatgut) und Saatgutbehandlung enthalten. Keimfähigkeit, Tausendkorngewicht und Art der Kalibrierung können zusätzlich angegeben werden.

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