Schädlinge im Mais - Westlicher Maiswurzelbohrer
Biologie des Westlichen Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera virgifera)
Auftreten: Einschleppung auf den Balkan Anfang der 90er Jahre, weitere Verbreitung hat statt gefunden, Fundorte bisher: Italien, Österreich, Frankreich, Schweiz. 30- 40 km Flugstrecke pro Jahr möglich
USA: Schäden von 1.000.000.000 US-$
Deutschland: erwartet bis zu 25.000.000 €
Biologie: Eiablage im Herbst (August) in die oberen 15 cm des Bodens, 500-1.000 Eier/Käfer, Überwinterung nur der Eier in 10 bis 20 cm Bodentiefe, Schlupf von ende Mai bis Ende Juni, Käfer ist ca. 6 mm groß, gelbe Grundfarbe mit schwarzem Kopf; Wiebchen haben drei schwarze Streifen auf den Flügeldecken.
Schadbild: Junge Larven fressen an Fein- und Hauptwurzeln, diese sterben ab. Befallene Pflanzen lassen sich leicht aus der Erde ziehen. Ältere Larven fressen im Wurzelherz und weiter in Pflanze. Reifungsfrass und dann Verpuppung im Boden. Geschlüpfte Käfer fressen an Blättern, Narbenfäden, milchreifen Körnern. Flug der Käfer Juli bis Oktober.
Bekämpfung: Vermeidung von Monokultur – Nahrungsgrundlage entziehen! Keine Verschleppung von Larven und Puppen mit Maschinen. Sorten mit kräftigen, regenerationsfreudigen Wurzeln wählen – (wenig Erfahrungswerte), Insektizide
Schadschwelle USA: weniger als 1 Käfer pro Pflanze
In EU: Bei Befall: Befallszone 1 km und Sicherheitszone 5 km mit scharfen Auflagen

Abbildung: Der Lebenszyklus des Maiswurzelbohrers
(Quelle: S. Wagner, Dr. M. Zellner, LfL Bayern)
Verordnung zur Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers vom 10.07.2008
Aktuelle Fundliste zum Westlichen Maiswurzelbohrer (12.10.2011)
Im folgenden bieten wir Ihnen Karten zur Befallsentwicklung bis 2011 in den betroffenen Bundesländern zum Download an.
(Stand: 12.10.2011)
Ausbreitung von Diabrotica in Baden-Württemberg 2007-2011
Ausbreitung von Diabrotica in Bayern 2007-2011
Ausbreitung von Diabrotica in Hessen und Rheinland-Pfalz 2011
