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Schädlinge im Mais

Maiszünsler

Auftreten:
Der Maiszünsler hat sich in Deutschland in zunehmendem Maße zu einem der bedeutendsten tierischen Schädling entwickelt. Der Zeitpunkt des ersten Anflugs der Falter ist weitgehend witterungsabhängig. In extrem warmen Sommern treten sie Anfang Juni, in Normaljahren erst Mitte Juni bis Ende Juli in den Beständen auf. 10–14 Tage nach der Eiablage schlüpfen die gelbbraunen Räupchen, nagen an den Blättern und bohren sich bald danach in den Stängel. Je älter die Larven werden, desto mehr orientieren sie sich in ihrer Fraßrichtung zum Stängelgrund. Erste Befallsanzeichen sind quer zur Blattachse verlaufende Reihen von Fraßlöchern in den mittleren und oberen Blattetagen. Am Stängel finden sich runde Bohrlöcher, aus denen Bohrmehl und Raupenkot quillt. Häufchen von Bohrmehl liegen auch in den Blattachseln. Das oberste Stängeglied mit der Fahne knickt häufig ab. Im weiteren Verlauf brechen Pflanzen auch unterhalb des Kolbens um. Im Bereich des Kolbens durchzieht die Larve mit ihren Fraßgängen sowohl den Kolbenansatz als auch die Spindel. Zünslerbefall wirkt sich zusätzlich fördernd auf durch Fusarium-Arten verursachte Stängelfäule und Beulenbrand aus.

 

Bekämpfung: Je nach Sorte, Befallsstärke und je später die Ernte des Maises durch seine Verwertungsform erforderlich ist, umso notwendiger wird die Bekämpfung. Hierfür stehen mechanische, chemische und biologische Verfahren zur Verfügung. Sehr wichtig ist das Häckseln der Stoppeln und tiefes Unterpflügen. In verschiedenen europäischen Ländern ist auch die Aussaat von maiszünslerresistenten Maissorten erlaubt, was die effizienteste Form der Bekämpfung darstellt.

 

Eine immer größere Verbreitung findet die biologische Bekämpfung mit Trichogramma-Schlupfwespen. Mit Hilfe sogenannter Multikopter ist diese Bekämpfungsmethode nun auch für größere Schläge und Betriebe praxistauglich. Das folgende Video gibt Ihnen einen kleinen Einblick in die Funktionsweise dieser Bekämpfungsmethode.

 

 

 

 

 

Abbildung: Lebenszyklus des Maiszünslers und die Wirkungsweise der Bekämpfung mit Trichogramma

(Quelle: AMW Nützlinge)

 

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