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Standortansprüche - Boden

Die Ansprüche der Maispflanze an den Boden sind gering. Sie stehen jedoch in enger Wechselwirkung zum Klima und zur Wasserversorgung.

Als wärmeliebende Pflanze gedeiht Mais in den wärmeren Anbaugebieten besonders gut, insbesondere auf humusreichen Böden mit stabiler Krümelstruktur, die ein ausreichendes Speichervermögen für Wasser und Nährstoffe besitzen. Ein erfolgreicher Anbau ist aber auch in klimatisch ungünstigeren, kälteren Anbauregionen möglich, wenn leichtere, im Frühjahr rasch erwärmbare Böden vorliegen, die Niederschläge günstig verteilt sind und geeignete Sorten verwendet werden. Auf anmoorigen und Moorböden mit der Gefahr von Früh- und Spätfrösten sollten Sorten mit rascher Jugendentwicklung, einer gewissen Frostresistenz und früher Abreife bevorzugt werden.

 

Vor- und Nachteile verschiedener Bodenarten sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst:

 

Bodenart günstig ungünstig
leichte Böden Erwärmung Wassermangel
mittlere Böden Wasser- und Nährstoffversorgung --
schwere Böden -- langsame Erwärmung, Verkrustung
Moorböden -- langsame Erwärmung, Spätfroste
anmoorige Böden Erwärmung Spätfroste
Kalk- und Mergelböden Erwärmung Wassermangel
Staunasse verdichtete Böden -- langsame Erwärmung, eingeschränkte Anbaueignung

 

Diesen Ansprüchen muss vor allem durch die Anbautechnik (Sortenwahl, Aussaatzeitpunkt, Bodenbearbeitung) Rechnung getragen werden.

Aus dem Vergleich der Reifezahlen einer Sorte können Informationen über das Abreifeverhalten abgeleitet werden. Ist die Siloreifezahl höher als die Körnerreifezahl (z. B. S 250 > K 230), deutet dies auf einen in der Restpflanze länger grün bleibenden Sortentyp (Stay-green) hin. Im umgekehrten Fall (z. B. S 220 < K 240) reift die Restpflanze vergleichsweise rasch ab. Eine rasche Restpflanzenabreife kann die Folge natürlicher Reifeprozesse sein oder auch einer sortenspezifischen Anfälligkeit für Fusarium.

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