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Spross

Die kräftigen Einzelpflanzen entwickeln meist nur einen Haupttrieb. Der Stängel ist in 8-12 Internodien (Stängelabschnitte zwischen den Knoten) gegliedert, deren Länge nach oben bei abnehmendem Durchmesser zunimmt. Spätreifende Formen können bis zu 20 Internodien ausbilden. Die Wuchshöhe schwankt von 0,5-7 m, in Deutschland im Mittel von 1,7-2,7 m. Die ursprüngliche Befähigung zur Bestockung kommt noch in der Bildung von Geiztrieben zum Ausdruck, die jedoch sowohl in Wuchshöhe als auch in ihrer Entwicklung zurückbleiben. Das Innere der Internodien, die im unteren Stängelteil zum Kolben hin eingebuchtet sind und im weiteren Verlauf nach oben zunehmend rund werden, ist mit Mark gefüllt, das als Speichergewebe für Assimilationsprodukte vor der Befruchtung bzw. bei unterbrochener Kolbenbildung dient. Darin eingelagert sind die Leitbündel.

 

Aus jedem oberirdischen Knoten entwickelt sich ein Blatt. Die Blätter sind wechselständig am Stängel angeordnet. Das voll entwickelte Blatt besteht aus der Blattspreite, die aus einer kragenförmigen und gezähnelten Ligula aus der Blattscheide hervortritt. Die Blattscheide ist dick und steif und umfasst das Internodium oberhalb des Knotens, dem sie entspringt. Die Blattspreite ist dünn mit einer hervortretenden Mittelrippe. Die Anzahl der Blätter kann in extremen Formen zwischen 8 und über 40 schwanken. Frühreife Typen haben in der Regel geringere Blattzahlen. Die in Deutschland angebauten Sorten bilden im Mittel 8-16 Blätter.

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