Agrarpolitik

DMK über Vorschläge besorgt Mid-Term-Review

20.07.2002

Bonn (DMK) - Die Maisanbauer in Deutschland sehen nach bisheriger Beurteilung die Vorschläge von EU-Agrarkommissar Fischler zum Mid-Term-Review der Agenda 2000 mit grosser Sorge. Das Deutsche Maiskomitee (DMK), das sich in der agrarpolitischen Diskussion der letzten Jahre immer für die Aufrechterhaltung eines wirtschaftlichen und nachhaltigen Maisanbaus in Deutschland eingesetzt hat, sieht in den nun bekanntgewordenen Inhalten des Mid-Term-Reviews einmal mehr eine Benachteiligung leistungs- und zukunftsfähiger Strukturen in der Körnermaisproduktion und vor allem in der Rindermast auf Silomaisbasis. Obwohl betriebswirtschaftliche Analysen derzeit noch fehlen, sei klar, dass durch die weitere Absenkung des Interventionspreises um 5 % der trocknungs- und kostenintensive Körnermais in seiner Wettbewerbsfähigkeit besonders hart getroffen sei, da an den Kostenschrauben nicht ohne Ende gedreht werden könne. Mit noch grösserer Sorge sieht das DMK aber die Entwicklung im Rindfleischsektor, wo sich die Entkopplung der Ausgleichszahlungen von der Produktion besonders spürbar auswirken werde. Im übrigen fehlt dem DMK jegliches Verständnis dafür, die in Berlin 1999 gemeinschaftlich getroffenen Beschlüsse zur Agenda 2000 ohne Not zu ändern und einen ursprünglichen "Zwischenbericht" zu einer unnötigen "Reform" zu missbrauchen. (29 Zeilen á 50 Anschläge)

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