Maisstoppelbearbeitung: Zünsler und Fusarium gezielt vorbeugen

Aussaat/Anbau/Ernte

Bonn (DMK) – Die sich verändernden klimatischen Bedingungen begünstigen die Ausbreitung des Maiszünslers. Das Deutsche Maiskomitee e. V. (DMK) betont in diesem Zusammenhang, dass eine gründliche Zerkleinerung von Maisstoppeln und -stroh unverzichtbar ist – selbst an Standorten, an denen bislang noch keine sichtbaren Schäden durch die Larve des Falters aufgetreten sind. Neben der Schädlingsbekämpfung erfüllt diese Maßnahme einen weiteren wichtigen Zweck: Das konsequente Mulchen beugt zugleich der Ausbreitung von Fusarium-Pilzen über die Erntereste wirksam vor.

Technik im Vergleich: Direkt am Erntegebiss oder durch zusätzlichen Arbeitsgang

Die Larve des Maiszünslers wandert während der Vegetation durch den Stängel der Maispflanze. Dabei bohrt sie sich jeweils über und unter den Nodien aus der Pflanze raus und wieder rein. Hierbei entstehen die charakteristischen Bohrlöcher, durch die der Befall festgestellt werden kann. Schließlich überwintert die Larve im untersten Internodium, wo sie sich im Frühjahr verpuppt und als Falter schlüpft. Für eine erfolgreiche Behandlung müssen die Stängel so stark beschädigt werden, dass der geschützte Lebensraum der überwinternden Larven vollständig zerstört wird. Bei der Wahl der passenden Technik gibt es eine Fülle an angebotenen Verfahren.

Eine der größten Herausforderungen liegt in den Stoppeln, die während der Ernte von den Erntemaschinen überfahren werden. Als Lösung haben sich Systeme etabliert, bei denen die Stoppelbearbeitung direkt am Erntevorsatz integriert ist – noch bevor die Reifen die Pflanzen überfahren. Die meisten Landtechnikhersteller bieten mittlerweile praxiserprobte Vorsätze für die Körner- und Silomaisernte an.

Das DMK appelliert abschließend an alle landwirtschaftlichen Betriebe, das Thema Stoppelbearbeitung in den Fokus zu nehmen und die aktuelle trockenen Witterungs- sowie Bodenverhältnisse zu nutzen, um die Maisstoppeln- und das aufliegende Stroh sorgfältig zu zerkleinern.

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