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Rohstoff für die Lebensmittel-Industrie

Jährlich werden rund 300.000 t Körnermais in der Trockenmüllerei verarbeitet. Ein wesentlicher Teil der daraus hergestellten Maismahlprodukte wird zu verschiedenen Lebensmitteln verarbeitet. Für Snacks, Cornflakes und diätetische Gebäcke ist Mais ein wertvoller, unersetzlicher Rohstoff aus der Natur. Neben der optimalen Rohstoff-Qualität kommt es hier auch auf eine spezielle Verarbeitungstechnik in den Mühlen an. Der in Deutschland vermahlene Mais stammt zum Teil aus süddeutschen Anbaugebieten und dem nahe gelegenen Elsaß.

 

Im Vergleich zu den Grundgetreidearten weist Körnermais neben den inhaltlichen Unterschieden, vor allem andere Korngrößen, Formen und Strukturen auf, die beim Mahlen berücksichtigt werden müssen. So ist beispielsweise die Abtrennung des fettreichen 10 – 15 Prozent ausmachenden Keimlings von großer Bedeutung. Nach dem Drusch, bei dem der Mais meist zwischen 28 und 42 Prozent Kornfeuchte aufweist, werden die erntefrischen Partien umgehend, meist durch den Landwirt oder durch den Landhandel, getrocknet. Dabei kommen verschiedenste Verfahren zur Anwendung. Beim sogenannten Dryeration-Verfahren beispielsweise wird der Mais auf 18 – 20 Prozent Feuchte vorgetrocknet und durch Belüftung auf eine Feuchte von 14 Prozent gebracht. Züchterische Fortschritte in den vergangenen Jahren haben dazu geführt, dass inländische Maispartien mittlerweile ausländischen Herkünften ebenbürtig, in Bezug auf die Ausbeute sogar überlegen sind.

 

Nach diesem Trocknungsvorgang beginnt die Verarbeitung in der Mühle, die mit einer umfassenden Prüfung der Maispartien startet. Das Ziel ist, hier eine hohe Grießausbeute bei minimalem Fettgehalt zu erreichen. Um die Eignung der Maispartien für die Müllerei einzuschätzen und eine Separierung vorzunehmen, werden verschiedenste Prüfmethoden verwendet. Eine besondere Rolle spielt dabei eine Beurteilung der Kornhärte. Neben der sogenannten Schwimmzahl kommt auch ein Mahl-Sieb-Verfahren, ein Labor-Mahl-Verfahren und die NIR-Messung in Frage. So können heute beispielsweise auch Ausbeute-mindernde Trocknungsschäden bei der Prüfung in der Mühle festgestellt werden.

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