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Zwischenfrüchte

Der Anbau von Zwischenfrüchten dient im Sinne eines nachhaltigen Maisanbaus:

 

  • der Minderung von Wind- und Wassererosion
  • dem Schutz vor Nährstoffaustrag aus dem Wurzelraum
  • der Aufrechterhaltung der Humusbilanz
  • der Erhöhung der biologischen Aktivität.

 

Für Mulchsaaten zur Vorbeugung gegen Erosion werden meist abfrierende Zwischenfrüchte eingesetzt. Der Aussaattermin richtet sich nach der Art der Zwischenfrucht, die den Boden schnell bedecken, Unkraut- und Ausfallgetreide unterdrücken und einen effizienten Erosionsschutz gewährleisten soll.
Die abgestorbenen Pflanzendecken von Senf oder Phacelia stellen eine wirksame Bodenbedeckung über Winter bis in das Frühjahr hinein dar. Nach Abernten der Vorfrucht besteht die Möglichkeit, begrenzt Gülle auf die Stoppel auszubringen und im Anschluss die Zwischenfrucht zu bestellen. Der Güllestickstoff oder andere verfügbare Nährstoffe werden aufgenommen und vor Auswaschung geschützt.

 

Auch mit der Ausbringung von Grasuntersaaten ist es möglich, die vor allem nach der Maisernte vorhandenen Restnitratmengen zu reduzieren und das Risiko der Stickstoffauswaschung zu mindern.

 

Sommer- und Winterzwischenfrüchte für Mais-Mulchsaat, N-Bindung und
Bodenschutz
(Deutsches Maiskomitee e.V. (DMK), 1990)

 

Art Saatzeit Saatstärke1) N-Düngung2) Bemerkungen
 
in kg/ha
kg/ha
 
Sommerzwischenfrüchte
Senf ab Mitte August bis Anfang September
20-25
20-40

Für Mulchsaat alle sehr gut geeignet, bei termingerechter Saat sicher abfrierend; Maissaat mit oder ohne Saatbettbereitung

 

Bei früher Saat schnellere Entwicklung, mehr Wurzelmasse, sehr gute Tragfähigkeit, kein Bodenabtrag sehr saatzeitempfindlich, Vorteil der N-Bindung; Gefahr erhöhter N-Freisetzung, bes. bei Herbsteinarbeitung, alle nicht winterfest

Ölrettich bis Ende August
18-25
20-40
Sommerrübsen ab Mitte August
06-10
20-40
Phacelia Anfang bis 25. August
10-15
20-40
Einj. Weidelgras bis 10. August
35-45
30-40
Welsches Weidelgras bis 15. August
30-40
30-40
Mischung Einj./ Welsches Weidelgras bis 15. August
30-40
30-40
Lupinen bis 20. Juli
160-180
--
Futtererbsen/ Sommerwicken bis Ende Juli
80 60
--
Ackerbohnen/ Futtererbsen/ Sommerwicken bis Ende Juli
80 60 40
--
Winterharte Zwischenfrüchte
Winterrübsen ab 1. September
8-12
30-40
winterfeste Arten, frühzeitig umbrechen oder chemisch abtöten, Mulchsaat schwieriger
Winterraps ab 1. September
8-14
30-40
Winterroggen bis 20. September
140-200
20-30
Welsches Weidelgras bis 10. September
30-40
30-40
1) höhere Saatmengen bei späteren Aussaaten
2) nur zur Förderung der Jugendentwicklung, um bodenbürtiges Nitrat besser auszuschöpfen.
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