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Standortansprüche - Wasser

Mais besitzt als C4-Pflanze einen vergleichsweise geringen Bedarf an Wasser zur Produktion von pflanzlicher Substanz. Dieses Verhältnis zwischen Wasserbedarf und Bildung von Trockenmasse wird als Transpirationskoeffizient bezeichnet. Unter hiesigen klimatischen Bedingungen durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt, dass Mais zur Erzeugung von 1 kg Trockenmasse 200 l Wasser, Gerste 220-300 l und Weizen 300-400 l (Ehlers, 1997) benötigen. Mais ist daher als Kulturpflanze mit einem niedrigen Transpirationskoeffizienten zu bewerten.

 

Setzt Wassermangel früh zu Blühbeginn ein, werden Wachstum und Kolbenbildung beeinträchtigt, Wassermangel während der Blüte führt in Verbindung mit extremer Hitze zu unzureichender Befruchtung. Fehlt das Wasser nach Abschluss der Befruchtung wird die Assimilation bzw. die Assimilatumlagerung in den Kolben blockiert. Der Wasserbedarf liegt im Extremfall in der Zeit von Mitte Juli bis Ende August bei bis zu 6 mm/m² und Tag.

 

Zwischen Blühbeginn und Erreichen von 50 % Kornfeuchte sollte die Feldkapazität des Bodens immer über 50 % Wassersättigung liegen.
Mit der Beregnung kann in trockenen Anbauregionen grundsätzlich das Ertragspotential von Körnermais ausgeschöpft und in Trockenperioden auf allen Standorten das Ertragsrisiko vermindert werden. Allerdings sind Kosten und Nutzen kritisch abzuwägen.

 

Der Wasserbedarf steht in enger Wechselwirkung mit den anderen klimatischen Einflussgrößen sowie deren kompensatorischen Effekten.

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